
Brains on Silicon 2026: Meine 5 Learnings von Dresdens großer KI-Konferenz
Zwei Tage, über 100 Speaker, mehr als 1.300 Menschen im ICD Dresden. Basti und ich waren bei der Brains on Silicon dabei. Das hier nehme ich mit, für mein Business und für alle, die gerade überlegen, wie sie mit KI anfangen.
Kurz gesagt
- Die größte Bremse ist nicht die Technik, sondern die Angst, sich selbst abzuschaffen.
- KI wird vom Chatfenster zur Mitarbeiterin, die Aufgaben selbst erledigt.
- Je mehr KI-Masse es gibt, desto wertvoller wird alles, was echt ist.
Mitte September (14. und 15.09.2026) war Dresden zwei Tage lang KI-Hauptstadt. Das große Thema der Konferenz: die Umsetzungslücke. Also die Frage, warum KI zwar überall verfügbar ist, aber in den meisten Firmen noch nicht wirklich im Alltag ankommt. Quelle: Recap webneo
Basti und ich sind mit vielen Fragen hingefahren und mit noch mehr Ideen zurückgekommen. Hier sind meine fünf wichtigsten Learnings.
1. Viele Mitarbeitende haben Angst, sich selbst abzuschaffen.
Das war für mich das ehrlichste Thema der zwei Tage. Wer zeigt, wie gut KI die eigene Arbeit erledigt, fragt sich insgeheim: Brauche ich mich dann noch? Diese Angst bremst mehr als jede Technik. Meine Konsequenz: KI-Projekte müssen mit den Menschen starten, nicht mit dem Tool. Wer erlebt, dass KI ihm die nervigen Aufgaben abnimmt und Zeit für die wichtigen schafft, wird vom Bremser zur Treiberin.
2. Das Problem ist nicht die Technik, sondern die Organisation.
Mehrere Speaker haben es auf den Punkt gebracht: Die KI ist längst da. Was fehlt, sind klare Prozesse, Verantwortlichkeiten und der Mut, Abläufe neu zu denken.
Ein besseres Modell löst kein schlecht organisiertes Team.
3. Von der Antwort zur Mitarbeit.
KI entwickelt sich weg vom Chatfenster, in das man Fragen tippt, hin zu Assistenten, die eigenständig Aufgaben erledigen. Genau das erlebe ich mit meinem Assistenten Hans: Er beantwortet nicht nur Fragen, er arbeitet mit. Wer heute noch „nur promptet“, sollte sich anschauen, was agentische KI schon kann.
4. Der Mensch bleibt die Entscheiderin.
Die besten Beispiele zeigten: KI recherchiert, analysiert und bereitet vor, aber die Entscheidung trifft ein Mensch. Das ist für mich kein Kompromiss, sondern die eigentliche Stärke. Und es heißt auch: Wir müssen lernen, KI-Ergebnisse kritisch zu prüfen und uns privat wie im Business abzusichern.
5. Echtheit schlägt Masse.
Je mehr austauschbare KI-Inhalte das Netz fluten, desto wertvoller wird alles, was echt ist: eine eigene Stimme, eine klare Haltung, persönlicher Kontakt. Für Selbstständige wie mich ist das eine gute Nachricht.
Mein Fazit
KI ist keine Zukunftsmusik mehr. Die Frage ist nicht, ob wir sie nutzen, sondern wie klug und wie menschlich. Ich investiere weiter Zeit und Geld in dieses Thema und teile hier, was funktioniert und was nicht.
Danke, Basti, fürs Mitkommen und die vielen Gespräche danach.
Warst du auch da? Was war dein wichtigstes Learning? Schreib’s mir.
Häufige Fragen
Was ist die Brains on Silicon?
Eine KI-Konferenz in Dresden. 2026 fand sie am 14. und 15. September im ICD statt, mit über 100 Speakern und mehr als 1.300 Gästen.
Warum kommt KI in vielen Firmen nicht im Alltag an?
Meist liegt es nicht an der Technik, sondern an der Organisation: Es fehlen klare Prozesse und Verantwortlichkeiten. Dazu kommt bei vielen Mitarbeitenden die Angst, sich selbst abzuschaffen.
Was ist agentische KI?
KI, die nicht nur Fragen beantwortet, sondern eigenständig Aufgaben erledigt. Die Entscheidung bleibt beim Menschen.